Ein Garten heisst Veränderung

Man plant einen Garten, meist wenn die Kinder klein sind, und passt die Umgebung an. Da steht eine Schaukel, dort die Rutschbahn, irgendwo im Blickfeld der Sandkasten und im Sommer das Planschbecken. Möglichst keine Giftpflanzen, möglichst einen Zaun rund herum, damit die Kleinen nicht auf die Strasse gelangen können.

Ja, das war auch bei uns so. Doch nach und nach wurde als Erstes der Sandhaufen aufgehoben, da keiner mehr darin spielte ausser Nachbars Katze. Damals hatten wir noch keine eigene Katze.

Dann wurde das Plantschbecken zu klein und es musste so ein Aufstellpool her (meine Güte im Sommer habe ich nur die Hälfte des Gartens! nein das ist übertrieben, aber es kommt mir so vor)



Nun sind die beiden schon viel grösser. Der Junior kommt nächste Woche in die Lehre und befindet sich (ausser unter Protest zum Rasenmähen oder helfen), eigentlich nicht mehr gross im Garten. Baden geht er im Freibad mit dem Kumpels und Kumpelinen. Sogar ein Liegestuhl hat einfach zu viel Sonne zum lesen, in diesem Alter könnte man einem ja ansehen, dass man draussen war *lach

Madämchen hat schon im Frühling mitgeteilt, sie sei jetzt zu alt zum rutschen (das sei nur was für Kleinkinder), die Rutsche könne weg. Das Trampolin sei zu klein und die Schaukel am Nussbaum zu weit weg (man muss eine Bergtour von ca. 1 Minute in die Obstwiese machen ;-).

Die benutzt aber noch den Pool und nur wegen ihr habe ich mich weichklopfen lassen und ihn nun für die Sommerferien doch nochmals aufgestellt.

So entstehen Veränderungen, die Kinder werden grösser. Das Holz morsch, die Plätze brauchen andere Verwendungen.

Als erstes ging diese Woche (wir haben ja Ferien und somit Zeit zum Arbeiten ums Haus !!!) das Trampolin weg.

da haben wir nun ein Splittplätzchen mit verdorrtem Liguster und einer Spielwiese…

Was eröffnet das für Möglichkeiten ?!

Dieses Jahr passiert hier sicher noch nichts, schliesslich muss das ganze gut durchdacht werden und die finanziellen Möglichkeiten erst mal angespart werden.
Aber ich fang dann mal an zu zeichnen.
Für solche „Pläne“ mach ich meist ein Foto der Gesamtansicht oder zeichne eine Grobskizze mit allen Wünschen und Träumen. Dann gehts ab damit zur „Schattenregierung“ schliesslich wohnt man Schatz ja auch da und so entscheiden wir dann welches Modell schliesslich umgesetzt wird.
Für hier zum Beispiel wünschen wir uns eine Wasserrinne und es muss ein besserer Zugang zum Kiesplätzli am gelben Beet geschaffen werden. Das hier wäre eine Möglichkeit.

dieses Foto habe ich vor langer Zeit mal aus einer Zeitschrift ausgeschnitten und ins Gartendossier gelegt, das wäre doch jetzt die Möglichkeit. (Habt ihr auch so ein Gartendossier ? Das ist einfach ein Sichtmäppli, wo ich alles was ich an schönen Gartensachen sehe reinlege, man weiss ja nie…)
Aber es gibt noch tausend andere Ideen, mal sehen was es dann schlussendlich wird,  ihr werdet es ja mitbekommen.
Nur bitte ganz ohne Buchs. Als wir am Dienstag aus den Ferien heimkamen, trafen wir nämlich unsere restlichen Buxus nur noch als trockene Stengel an. Während dieser Woche Abwesenheit hat der Zünsler zugeschlagen und ALLES kahl gefressen (nein ich habe keine Fotos gemacht, das frustriert mich auch so schon genug).
Gestern und heute haben wir nun alle verliebenen abgenagten Stengel ausgegraben und entsorgt.
Da wir schon dabei waren, haben wir auch gleich die maroden Gerüste im Gemüsegarten ausgegraben und das neue Himmbeerbeet eingerichtet. Ihr könnt die Halterungen ganz hinten an der kleinen Mauer sehen.

Der Kürbis wurde aus dem auseinanderfallenden Gitter gewickelt und muss ich nun erst mal erholen. Ich glaub ich geb nachher noch Arnica ins Giesswasser.
Doch gibt es Stellen die sind jedes Jahr schön: mal mehr mal weniger aber immer sehenswert.
Zum Beispiel gfällt mir immer wieder diese Kombination aus Rudbeckia, rosa Hortensie und den weissen Herbstastern.

wegen dem Strassenbau, ist es natürlich dieses Jahr etwas weniger toll als andere Jahre, aber trotzdem. So sah es letztes Jahr aus.
damals gabs noch Buxus…
Was mich gerade auch noch fasziniert sind die „Blüten“ des Knoblauchs. Seht mal her. Es sind lauter kleine Brutzwiebelchen entstanden, welche man z.B. gut in Essig oder Öl einlegen könnte. Es sieht aber auch im Garten super aus.
Dann sind aus den Ferien noch diese 3 Gesellen mitgeschwommen.
Danke, dass ihr reingeschaut habt. Ich geh jetzt mal wieder raus in die Hitze und werfe mich in meine Hängematte am Schatten und wünsche auch Euch ein schönes Wochenende.

Grüess

5 Kommentare

  1. Das mit dem Buchsbaumzünsler ist gerade so eine Sache. Bisher hatte ich ihn nicht ganz so ernst genommen. Habe gerade auf meinem Blog einen Artikel veröffentlicht, warum ich ihn jetzt doch ernst nehme und was einem übrig bleibt dagegen zu tun.

    Aber umgestalten ist natürlich auch toll.
    Viel Erfolg dabei
    Martin

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  2. Hallo Pascale,

    herzlichen Dank für deinen netten Kommentar bei mir! 🙂
    Du hast ja auch ein tolles Blog, muss ich gleich mal stöbern gehn…

    Das mit dem Zünsler tut mir leid, ich schau auch schon täglich nach, weil mich eine Freundin gewarnt hat, bei der er auch seit ein paar Tagen wütet.
    Oh ja, die Rudbeckie liebe ich auch sehr! Hab mir vorgenommen, im Herbst noch ein paar Ableger an verschiedenen Stellen einzusetzen. Er macht einfach einen fröhlichen Eindruck.
    Deine Fischlein, die aus den Ferien mitgeschwommen sind, sind aus Glas, oder? Ganz bezaubernd, würde mir auch gefallen.
    Die Fotos von deinen Knofizwiebelchen sind ja sehr hübsch geworden! So zart… da könnte man doch glatt ein Triptychon draus drucken lassen und sich über die Couch hängen 😉

    So, liebe Pascale, nun geh ich mal ein bissl bei dir spazieren…

    sende dir ganz liebe Grüße,
    Susi

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  3. Hallo Pascale!
    So viele Umgestaltungsmöglichkeiten sind ja auch was Tolles, da kann man kreativ werden.
    Ob die Balloblume im Topf bleiben kann, hattest du gefragt. Die hat so dicke Rübenwurzeln, dass es ihr früher oder später bestimmt zu eng wird. Ob sie darin über den Winter kommt, habe ich nicht ausprobiert.
    VG
    Elke

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