Obstwiese

Da hier die Apfelernte begonnen hat (mit Nummer 6: Rettina) , dachte ich mir es ist eine gute Gelegenheit Euch mal unsere Obstwieseo mit den Hochstämmen vorzustellen. Ich habe noch nie vorher bei über 30 Grad mit der Obsternte beginnen müssen, aber es musste sein: Die Aepfel fallen schon von ganz alleine und sie sind reif.

Was ihr hier seht ist das komplette Grundstück. Die Obstwiese wird nach oben zum Berg hin mit einer noch sehr lückenhaften Naturhecke abgegrenzt. Unser oberster Baum ist eine Reneclaude, die jedes Frühjahr bezaubernd blüht und noch nie Früchte getragen hat.
An der Ostseite fliesst (meist trocken im Sommer) ein Bächlein im Wald. Es tönt romantisch, ist es aber nicht. Das Bachbord ist tief ausgehoben und fast nicht zugänglich.

Am Ufer wachsen unsere Kopfweiden, die ich selbst aus Stecklingen gezogen habe. Danach kommt etwas südlicher eine Birke und eine inzwischen riesige Trauerweide.
Wir stecken regelmässig neue Haselnussruten in den feuchten Boden um das ganze steile Hangstück zum Bach hin zu bewachsen. Ebenfalls haben wir letztes Jahr eine Linde und auf Wunsch vom Grospapi nochmals einen Nussbaum (mit viel grösseren und besseren Nüssen, sagt er) gepflanzt. Am Bachufer befindet sich unser grosser Kompostplatz wo wir den Astschnitt und das Unkraut zwischen ein paar sorgfältig eingeschlagenen Pflählen entsorgen, es soll ja nichts ins Bachbeet fallen.

Die Obstwiese wird dominiert vom Nussbaum. Den Sämling habe ich im Alter von ca. 7 Jahren gefunden und meine Uroma hat ihn aus Spass in ihren Blumengarten gesteckt. Das Teil ist gewachsen und heute mehr als Haushoch.

Die Apfelhochstämme sind biologisch bewirtschaftet, ebenso die Wiese. Die Bio-Wiese wird von einem Pächter zwei bis dreimal jährlich gemäht, (das erste Mal jeweils Mitte Juni) und im Herbst kommen dann noch die Schafe für ein paar Wochen, gleich danach schneit es meistens.

Es wachsen hier eine uralte

Berner Rose
Gepflanzt: vor 1969
Ernte: Oktober
Verwendung: frisch zum essen bis ca. November. Wir machen hauptsächlich Süss-Most daraus.

Boskoop
Gepflanzt: 1993
Ernte: Mitte bis Ende September
Verwendung: Lagerapfel, Wähe resp. Flade, Apfelchuechlein, Most

Florina
Gepflanzt: 1993
Ernte: Oktober
Verwendung: Lagerapfel bis ca. März, Essapfel

Surgrauch
Gepflanzt: 1998
Ernte: Oktober
Verwendung: Most

Rettina
Gepflanzt: 1998
Ernte: September
Verwendung: zum frisch essen, schlecht Lagerbar

Wilder von Berneck
Gepflanzt: 2000
Ernte: Oktober
Verwendung: Most

Danke für Euer Interesse, hends guet
Grüess Pascale

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2 Kommentare

  1. Danke Verena, auch Dir viel Spass beim Ernten. Hoffentlich findet ihr raus, welche Sorten es sind. Hier in der Schweiz würde ich einfach pro Sorte einen Apfel zur Landi bringen, die wüssten das schon. Vielleicht gehts auch bei einem Obstbauern ?
    Grüess Pascale

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  2. Wir haben ja auch jede Menge Obstbäume – leider weiß ich bei den meisten Bäumen, die wir mit dem Grundstück mitgekauft haben, die Sorten nicht. Viel Spaß bei der Apfelernte! Wir haben auch einen Baum abgeerntet, die restlichen sind noch nicht reif.
    Liebe Grüße
    Verena

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