Schollenmühle – Bannriet

Wisst ihr wie Torf abgebaut wurde und (leider) zum Teil immer noch wird?

Ich nehme Euch heute mit in ein wunderbares Naturschutzgebiet, welches im alten Torfabbaugebiet im oberen Rheintal in der Schweiz entstanden ist.
Willkommen im Bannriet/Schollenriet

Ich liebe dieses Schutzgebiet ganz in unserer Nähe. Zu jeder Jahreszeit ist hier viel zu sehen. Na ja im Winter eher nur die Landschaft, aber jetzt im Frühling erwacht das Leben in den alten Torfgräben, auf den Streuflächen und in den Heckensäumen. Am besten lasse ich jetzt die Bilder sprechen.

Wo will ich denn hin ?

Wer sehen will muss steigen

Auf dem Aussichtsturm

Ein alter Entwässerungsgraben

Alter Torfgraben der nun ein wunderbares Biotop ist. Das Wasser ist ausschliesslich Regenwasser.

Blesshuhn (Taucherli) am Brüten

Handgestochene Torfballen 
Mein Favorit ist ja der Unterwasser-Würfel. Von dieser versenkten Beobachtungsplattform aus, hat man einen ganz speziellen Blick auf einen der vielen Teiche.

 Wir haben einen wundervollen Ostersonntag-Nachmittag im Riet verbracht. Natürlich kommen wir bald wieder, ist ja nur eine Radtour entfernt.

Dieser Ausflug ist auch empfehlenswert für Familien mit Kindern. Die Wege sind alle in der Ebene und können gut auch mit dem Rad befahren werden. Ansonsten herrscht hier striktes Fahrverbot. Wenn ihr mehr Informationen oder eine Broschüre möchtet findet ihr die hier www.pro-riet.ch.

Ich hoffe ihr findet den Weg ins Rheintal gelegentlich und freut Euch an unserer wunderschönen Landschaft.
Und noch etwas für den Umweltschutz, das mir am Herzen liegt:
Bitte verwendet keine torfhaltigen Erden in Euren Gärten. Sie werden in solch wundervollen Landschaften abgebaut. Diese natürlichen Feuchtgebiete werden dazu trockengelegt. Die Torfballen werden dann mit Maschinen abgestochen und uns in den Gartencentern konsumbereit verpackt dargeboten. Die Landschaft sieht danach entsprechend aus und Leben gibt es in diesen Bereichen (sofern nichts dafür getan wird) für Jahre so gut wie keines mehr.
Auch fürs Moorbeet habe ich keinen Torf benutzt. Die Heidelbeeren und Rhododendron wachsen im Rindenmulch genauso gut.
Danke für Euren Besuch. Schön, dass ihr dabei wart.
Grüess Pascale

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7 Kommentare

  1. Ein wunderschönes Fleckchen! Dass es in den Gartencentern noch immer überwiegend torfhaltige Erden zu kaufen gibt, ist eigentlich ein Skandal. Und da man in Deutschland weitgehend aufgehört hat dafür die wenigen noch vorhandenen Moore zu plündern (und damit die an diesen Lebensraum gebundenen Pflanzen- und Tierarten…), müssen jetzt die Moore in Osteuropa dran glauben. Privatgärtner haben und hätten da viel in der Hand…, aber so viele wissen so gar nichts über solche ökologischen Zusammenhänge. Da ist dein Beitrag zu dem schönen Ausflugsziel ein toller Hinweis auf diesen besonderen Lebensraum! Lieben Gruß Ghislana

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  2. Wie meine Vorgängerinnen schon schrieben – Erde ohne Torf findet man hier kaum. Deine Bilder sind wunderschön, das Einfache ist manchmal viel interessanter als das viele Bunte.

    Sigrun

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  3. Hallo Carmen
    Ich nehme Rindenmulch, keinen Holzhäcksel. Wir haben die Beeren vor 10 Jahren gekauft. Auf dem Moorbeethügel, grosszügige Löcher gebuddelt, etwa doppelt so gross wie die Ballen waren, die Jungprlanzen rein und mit Rindenmulch aufgefüllt. Jedes Jahr bedecke ich das Beet im Frühling nun mit einer grosszügigen Schicht Rindenmulch und es funktioniert. Wir haben jährliche Ernten. Selbstverständlich kannst Du mich noch weiter befragen. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu erklären, das ist schon der ganze Zauber.
    Grüess Pascale

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  4. Danke für diesen tollen Ausflugtipp! Es erstaunt mich, dass deine Heidelbeeren tatsächlich in Holzhäcksel gedeihen, das wäre ein wirklich interessanter Artikel, den ich gerne in unserem Mitteilungsblatt in unserer Gemeinde veröffentlichen würde! Darf ich dich dazu bei den offenen Gartentüren einmal näher befragen?
    Lg Carmen

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  5. Liebe Pascale, vielen Dank für die schönen Bilder und den entsprechenden Hinweis!! Torffreie Erde und insbesondere Anzuchterde zu finden ist zwar manchmal nicht einfach – und wird einem auch oft nicht einfach gemacht, aber es lohnt sich! Wenn ich nichts finde, frage ich gerne auch das Personal, die Anbieter sollen sich bewusst sein, dass hier eine Nachfrage besteht. Liebe Grüsse, Miuh

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