Züg vor Hube

Hallo liebe Leser

Heute stelle ich den Hof meiner Cousine
Mirjam 
im Berner Oberland, eigentlich schon im Emmental vor.
Sie wohnt an einem traumhaften Flecken wo Fuchs und Hase sich noch Gute Nacht sagen können. Mit wenig Verkehr und viel Natur.
Die grossen Fotos sind alle von Mirjam.

 

Na wer möchte nicht so wohnen ?
Ich wäre auf jeden Fall sofort dabei,
obwohl wir es hier im St. Galler Rheintal auch sehr schön haben:-)
Wir waren am 1. August am Schweizerischen Nationalfeiertag bei ihr zum Bauernhof-Brunch und konnten den Vormittag so richtig geniessen.
Obwohl dieser Brunch für Veranstalter ziemlich stressig ist, denn es sind immer hin Brote zu backen, Marmeladen zu kochen und laufend frische Röschti und Spiegeleier zu braten. habe ich grad entdeckt, dass am Vortag auch noch ein Beitrag auf der Hube-Website gelandet ist:

2016 – Juli

31 Jul

Emsiges Treiben auf der Hube! Nachdem der Regen endlich den schönen Sommertagen gewichen ist, spriesst und gedeiht bei uns alles prächtig. So konnten wir unsere Erbsen ernten, welche nun in der Kälte auf Karotten und Kartoffeln warten, um gemeinsam als Russischen Salat ins Glas zu hüpfen. Ins freie Beet haben wir subito Spinat gesät, den wir dringend benötigen, da uns bald der grüne Farbstoff für unsere Badebomben und Tagliatelle ausgeht. A propos Badebomben: auch hier konnten wir mit Rosen und Lavendel die letzten Zutaten ernten und trocknen. Lassen Sie schon mal das Badewasser einlaufen!
Ebenfalls erntereif sind die Klaräpfel, welche wie jedes Jahr so ihre Ansprüche an uns stellen: werden die Äpfel nicht schon fast auf den Tag genau geerntet, sind sie entweder unreif oder überreif. Wir stehen zwar nicht gerade mit der Stoppuhr unter dem Baum, aber ein bisschen wachsam sind wir schon. Es wäre einfach zu schade, die vielen Äpfel nicht in getrocknete Apfelringli, fruchtiges Chutney oder cremiges Apfelmus zu verarbeiten. Fruchtig geht es auch bei den Beeren weiter: die unzähligen kleinen roten Johannisbeeren haben als Gelée ihren Weg ins Glas gefunden und warten per sofort im Hofladen auf Sie.
Mit den sonnigen Tagen haben wir nun endlich auch unseren Rhythmus im Garten gefunden, den wir so lieben. So streifen wir am frühen Abend gerne durch unsere Beete, binden hier und da eine Tomate auf, pflücken täglich die Goldmelisse und Kornblume und freuen uns, wenn uns eine Hand voll Brombeeren pechschwarz anstrahlt. Was wir mit den Kornblumen anstellen, müssen wir uns noch überlegen, die Goldmelissen verarbeiten wir aber wie jedes Jahr zu leuchtrotem Sirup und die Brombeeren wandern mit ein wenig Vanille ins Gonfi Glas.
Schon bald erntereif ist unser Basilikum, den wir jeweils zu Füssen der Tomaten säen und durch das fleissige Giessen der Tomaten natürlich auch eine Portion abbekommt und dadurch ganz nebenbei wunderschön wächst. Den Basilikum verarbeiten wir genau gleich wie den Bärlauch zu einer Paste, die Sie je nach Lust und Laune in ein Pesto verwandeln oder auch direkt aus dem Glas geniessen können.
Aber eben, der nasse Frühling zeigt leider immer noch seine Nachwirkungen. Der sonst so arbeitsame Juli ist irgendwie erstaunlich ruhig und die Pflanzen sind teilweise ziemliche in Verzug. So sind unsere Zucchetti gerade eben knapp in die Blüte gekommen, die Tomaten und Paprika sind gerade mal knapp sichtbar und auch sämtliche Kohlarten haben eben erst zaghaft damit bekommen, Köpfe zu bilden. Wir hoffen aber das beste und können nicht viel mehr tun, ausser geduldig auf einen warmen Herbst zu hoffen.
Herrjee Miriam, lass es ruhig angehen. Es muss in den Genen liegen, dass wir immer mehrere Feuer gleichzeitig am schüren sind und daneben auch noch alles perfekt machen wollen *lach
Die Goldmelissen helfen dann sicher beim entspannen und einer abendlichen Pause in den Shisha-Lounge, die hier nicht abgebildet ist.
Der Kater Rocco ist aber sicher dorthin unterwegs um ein Schläfchen zu halten.

 

 

Leider kann man in  der Hube nicht übernachen, aber man kann vorbei wandern und auf dem Weg etwas feines einkaufen.

 

So liebevoll haben sie in der Hube den Hofladen eingerichtet. Er funktioniert wie so oft in der Schweiz nach dem Vertrauensprinzip: Nehme ich was mit, lege ich das Geld ins Kässeli.
Jawohl das gibts noch !

 

 

Mirijam hat aber noch grössere Pläne und hat einen Internet-Shop erstellt, wo man Saisonprodukte welche sie frisch hergestellt hat, auch direkt kaufen kann.
Hier geht es direkt zum Hofladen mit einem Klick
Hier bekommt ihr noch ein paar Impressionen von unserem Aufenthalt in Thun

 

 

Eine Spezialität in Thun ist das Aare-Surfen.
Wir haben es nicht probiert, denn ich kann mich ehrlich nicht einmal auf einem Windsurfer mehr als ein paar Sekunden halten *lach
Seht ihr die Wasserfarbe, ich bin jedesmal hin und weg von diesem Eis-Blau ?
Danke fürs mitkommen, danke fürs Reinschauen bei Mirjam.
Hier noch ein Wandervorschlag, der bei der Hube vorbei führt:
Grüess Pascale
PS: an Mirijam – die Kornblumen machen sich sehr gut in einem Kräutersalz oder als blauer Kornblumenuzucker, der sieht im Fall „gwalltig us“.
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