Fledermäuse in der Kirche Eichberg

Die Kirche in Eichberg beherbergt eine Mischkolonie von Fledermäusen bestehend aus
dem grossen Mausohr (Myotis myotis) 
 
und 
dem kleinen Mausohr (Myotis blythii). 
 
 
Mit einer Koloniegrösse (Anzahl Erwachsene Tiere) von rund 400 (Stand 2016) gehört sie zu den grössten Mausohrkolonien in der Schweiz.  Was die Gruppe in der Kirche Eichberg speziell auszeichnet, ist das Vorkommen des Kleinen Mausohrs mit rund 80 Alttieren. 
 
Das Grosse Mausohr ist aktuell mit etwa 320 Alttieren vertreten, was für diese Art gesamtschweizerisch leicht überdurchschnittlich ist.  Mausohrmischkolonien gibt es in der Schweiz nur deren 12, wobei Eichberg zu den grösseren gehört.  Nationale bis europäische Bedeutung hat die Kolonie wegen des recht zahlreichen Kleinen Mausohrs.  Für den Kanton St. Gallen stellt das Eichberger Fledermausquartier in der evangelischen Kirche deshalb ein echtes Highlight dar.
 
Vor ein paar Wochen durften wir unsere Tochter an einen Informationsanlass über die Fledermäuse in unserer Kirche begleiten. Die Fledermäuse sind selbstverständlich geschützt. Sogar als die Kirche 2011 renoviert wurde, hat sich die Planung und Umsetzung sehr stark für die Erhaltung des einmaligen Fledermausquartiers eingesetzt.  Das Resultat kann sich sehen lassen. 
 
 
Auch bei uns auf der Obstwiese jagen Fledermäuse an lauen Sommerabenden. Ich lernte jedoch, dass dies nicht unsere heimischen Mausohren sind. Es handelt sich um Zwergfledermäuse, welche hier Insekten jagen.
 
 
Die Mausohren jedoch jagen nicht im Flug (wie ich bisher angenommen hatte) sondern suchen ihre Beute am Boden. Sie erlegen Insekten wie z.B. Werren.
 
Das absolute Highlight an diesem Anlass war sicher, als unser Referent René Güttinger lebende Fledermäuse aus einem gut verschnürten Sack holte und wir diese ganz aus der Nähe besichtigen durften.  
Die Tiere haben riesige HiInterfüsse, damit klammern sie sich an den Balkenfest, wenn sie kopfüber schlafen. Die Flügel sind aus einer zarten, durchscheinenden Haut.  Und scharfe Zähne haben die „Biester“, wow. Damit können sie die harten Chitinpanzer der Insekten knacken. Der Körper ist mit einem flaumigen Fell bedeckt, so zart, dass man es streicheln möchte. (Was natürlich nicht geht).
 
Dieser Informationsabend hat viele unserer Fragen zu Fledermäusen beantwortet und unsere Faszination für unsere abendlichen Gäste bei der Obstwiese noch verstärkt.
 
Wenn Du Dich auch über diese Tiere informieren möchtest, ihre Eigenarten und Bedürfnisse kennenlernen willst, dann kannst Du Dich unter dieser Web-Site informieren:  
 
 
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Grüess Pascale