Kamille

Die Echte Kamille ist eine krautige einährige Pflanzeund erreicht Wuchshöhen von 15 bis 50 cm. Die ganze Pflanze besitzt einen starken, charakteristischen Kamillengeruch. Die Stängel sind aufrecht oder aufsteigend und kahl, im oberen Teil sind sie meist sehr stark verzweigt.
Die Blätter sind 4 bis 7 cm lang und zwei- bis dreifach fiederteilig. Die einzelnen Zipfel sind schmal linealisch, knapp 0,5 mm breit, und tragen eine Stachelspitze. Sie trägt Massen von Blüten welche geerntet werden können.

Die Kamille ergibt  zusammen mit Beinwell und Brennessel eine gute Gartenjauchen.

Die Kamillenblüten haben einen angenehmen Duft. Sie werden eingesetzt als Entzündungshemmer, zur Krampflösung, gegen Blähuingen und als Magenmittel. Sie haben ebenfalls desodorierende und bakterienabschreckende Wirkung. Hauptanwendungsgebiete sind bei innerlicher Anwendung Magen- und Darmbeschwerden, krampfartige Beschwerden im Verdauungstrakt und Menstruationsbeschwerden. Äußerliche Anwendung findet die Echte Kamille bei Haut- und Schleimhautentzündungen, bei bakteriellen Hauterkrankungen, auch der Mundhöhle und des Zahnfleisches. Bei entzündlichen Erkrankungen der Luftwege werden Inhalationen vorgenommen. Bei Erkrankungen im Anal- und Genitalbereich werden Bäder und Spülungen vorgenommen (Wikipedia)

Anbau im Garten

Einmal Kamille im Garten, immer Kamille im Garten. So sieht es zumindest bei mir aus. Ich habe ursprünglich im Kräutergarten Kamille eingesäht und finde sie nun überall, da sie aber so ein unkomplizierter Gartengeselle ist, lasse ich sie meist gewähren.

Magisches

Früher gab es einen Brauch, Babys und kleinen Kindern ein Sträußchen Kamille übers Bettchen zu hängen um sie zu beschützen. Besonders geschätzt wird die milde, besänftigende, warme Güte, die dieses Kräutlein ausstrahlt. Besonders nach einem langen Arbeitstag, man sich im warmen, mit Kamillentee angereicherten Badewasser entspannen und vom goldenen, heilenden und regenerierenden Licht durchfluten lassen, – auftanken eben!

Kamille wird noch heute in der Kräuterweihe neben Johanniskraut, Wermut, Beifuss, Rainfarn, Königskerze, Schafgarbe, Thymian, Baldrian und Eisenkraut in den Strauss gebunden und an Maria Himmelfahrt in der Kirche gesegnet. Der Ursprung dieses Kults liegt wahrscheinlich im keltischen Lugnasad.

Rezept

250 ml Olivenöl
ca. 50 g Bienenwachs
ca. 50 g Sheabutter oder auch Kakaobutter (oder auch beides)
2 Hand voll kleingehackte Kamillenblüten

Die Kamillenblüten im Olivenöl erwärmen (ca. 2 Stunden oder ein Glas an die Sonne stellen), ca 2 Tage. Absieben und mit Bienenwachs (nochmals erwärmen) und Sheabutter in die Handwarme Salbe, sonst wird das nichts, vermischen.

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Ein Kommentar

  1. Bei mir trifft das leider nicht zu (einmal Kamille immer Kamille, genausowenig wie der Klatschmohn)
    ich säe jährlich wieder aus – ich vermute das mulchen ist schuld, wobei: in den Kieswegen dürfte es ruhig keimen…
    LG Carmen

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