Pfingstrose – Paeonia

Pfingstrosen werden in China schon seit mehr als Tausend Jahren kultiviert. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts brachten erste Reisende Gattungen der Strauchpfingstrose nach Europa.

Heimische Europäische Arten sind Paeonia officinalis und Paeonia mascula, welche im Mittelmeerraum beheimatet sind. Diese beiden wurden vor allem durch Mönche über die Alpen in unsere Breitengrade gebracht. Von den Klostergärten aus traten sie ihren Siegeszug in die Bauerngärten an.

 

Anbau im Garten

Die Pfingstrose ist allergisch gegen Umzüge. So muss ihr von Anfang an ein fester Standort zugeteilt werden und sie dankt es mit immer üppigerer Blütenpracht.
Die Pflanzen mögen es sehr, wenn man ihnen vor ihrem Austrieb im Frühling eine Kompostdüngung zu Gute kommen lässt. Verblühte Blüten sollten möglichst ausgeschnitten werden, damit die Kraft der Pflanzen nicht in die Samen geht sondern zurück in den Wurzelstock

Magisches

Es falt früher als gefährlich die Pfingstrosenwurzel zu ernten. Diese durfte nur in der Nacht ausgegraben werden, bei Tag würde den „Übeltätern“ der Specht die Augen aushacken.

Hildegard von Bingen schrieb in ihrer Physica über die Pfingstrose;
Die Paeonie (beonia, Dactylosa) ist feuerfarben und hat gute Wirkung. Sie hilft sowohl gegen die dreitägigen wie die viertägigen Fieber… Unt wenn ein Mensch den Verstand verliert, so als ob er nichts wüßte und gleichsam in Ekstase läge, tauche Päoniensamen in Honig und lege sie auf seine Zunge, so steigen die Kräfte der Päonie in sein Gehirn empor und erregen ihn, so dass er rasch seinen Verstand wiedererlangt … Aber nimm auch Päoniensamen und tauche sie in das Blut eines Blutegels und hülle dann die übelriechenden Samen in einen Teig aus Weizenmehl, und wenn jemand durch die Fallsucht zu Fall kommt, lege sie in seinen Mund, während er so daliegt, und tue dies, so oft er durch diese Krankheit zu Fall kommt, und endlich er geheilt werden. (Zitiert nach Krausch, S. 323) (Quelle: Wikipedia)

Heilkraft
In der Volksmedizin wurden die Samen der Pfingstrose auf eine Kette gefädelt und zahnenden Kindern zum Kauen gegeben.

Die Wurzeln wurden zur Heilung von Bessessenen/Eplieptikern verwendet.

Heute wird die Paeonienwurzel in der chinesischen Medizin eingesetzt um zu „kühlen“ und zu entkrampfen.
Sie wird gebraucht bei gynäkologischen Störungen, Bauchkrämpfen und bei Leiden der Leber und der Galle. Die Wurzeln dürfen nicht während der Schwangerschaft verwendet werden.

Rezept
Pfingstrosenblütensirup (Quelle MDR)

Danke für Deinen Besuch, er hat mich sehr gefreut.
Grüess Pascale

Advertisements

Ein Kommentar

  1. hallo Pascale
    jetzt habe ich am Montag früh schon wieder ganz viel gelernt – danke für deine Ausführungen und Erklärungen. Bei uns sind sie kurz vor der endgültigen Explosion – ich freue mich sehr auf die Blüte und hoffe, dass sie vom Regen verschont bleiben!
    Einen guten Tag wünscht dir Rita

    Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.